Hochbeet bepflanzen: So gehts!

Bei der richtigen Bepflanzung eines Hochbeets geht es vor allem darum, die richtigen Sorten und den geeigneten Zeitpunkt für die Aussaat zu finden. Die passende Vorgehensweise hängt dabei davon ab, was im Hochbeet wachsen soll. Gemüse, Kräuter oder Blumen? Hier erfahren Sie, worauf Sie jeweils achten müssen.

Womit kann ein Hochbeet bepflanzt werden?

Wenn Sie ein Hochbeet anlegen, ist die Frage entscheidend, was im Hochbeet angepflanzt werden soll. Je nach Bepflanzung gibt es ein paar wenige Dinge zu beachten. Welche das sind, erfahren Sie auf dieser Seite.

Am häufigsten werden Hochbeete dazu eingesetzt, um selbst frisches Gemüse aus dem eigenen Garten ernten zu können. Neben dieser Verwendung des Hochbeets als Gemüse-Hochbeet kann das Hochbeet auch mit Kräutern bepflanzt werden und als Kräuterbeet dienen. Aber auch Blumen lassen sich im Hochbeet anpflanzen und so ein dekoratives Blumenbeet für den Garten schaffen.

Gemüse, Kräuter und Blumen haben unterschiedliche Ansprüche an den Boden. In jedem Fall ist es wichtig, dass Sie das Hochbeet richtig befüllen, um die für Hochbeete typische hohe Nährstoffkonzentration sicherzustellen. Durch die natürlichen Verrottungsprozesse im Inneren eines richtig befüllten Hochbeets, werden große Mengen an Nährstoffen frei. Für optimales Gedeihen der Pflanzen sollten die Pflanzen hinsichtlich des Nährstoffbedarfs ausgewählt werden:

Im ersten Jahr nach der Neubefüllung sollte das Hochbeet nur mit sogenannten “Starkzehrern” bepflanzt werden. Starkzehrer sind Pflanzen, die einen hohen Bedarf an Nährstoffen haben – also stark am Boden zehren. Zu den Starkzehrer-Gemüsesorten zählen unter anderem Zucchini, Lauch, Gurken. Bei den Blumen sind beispielsweise Sonnenblumen und Geranien starkzehrend.

Nach dem ersten oder zweiten Jahr wird das Hochbeet am besten mit “Mittelzehrern” oder “Schwachzehrern” bepflanzt. Mittelzehrenden Gemüsearten sind etwa Zwiebeln, Spinat oder Radieschen. Schwachzehrer sind Pflanzen wie Bohnen, Erbsen und viele Salatsorten. Bei Blumen eignen sich beispielsweise Dahlien, Petunien, Begonien oder Stiefmütterchen.

Die Fruchtfolge beachten

Da sich der Boden im Hochbeet von Jahr zu Jahr verändert, ist es ratsam, die Fruchtfolge zu beachten: Der Nährstoffgehält im Inneren des Hochbeets ist zwar höher, als in ebenerdigen Beeten. Aber natürlich entziehen die Pflanzen dem Substrat mit der Zeit auch Nährstoffe. Manches Gemüse verträgt sich nicht mit zu hohem Nährstoffangebot. Die Pflanzen lassen sich in 3 Typen unterteilen: Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer.

Zu den Starkzehrern zählen:

Kohl, Karfiol (Blumenkohl), Chinakohl, Kopfkohl, Kohlsprossen, Rotkraut, Weißkraut, Lauch, Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Mais, Zuckermais, Kürbisse, Sellerie, Tomaten, Karotten, Rote Rübe, Zucchini

Zu den Mittelzehrern zählen:

Melanzani, Spinat, Sellerie, Radieschen, Rettich, Porree, Knoblauch, Fenchel, Kopfsalat, Mangold, Schwarzwurzeln, Kohlrabi, Paprika, Melone, Kürbis, Gurken, Endivie, Zwiebeln.

Zu den Schwachzehrern zählen:

Bohnen, Erbsen, Feldsalat, Radieschen, Gartenkresse, andere einjährige Kräuter

Methoden der Bepflanzung

Die richtige Bepflanzung des Hochbeets ist notwendig, damit die Pflanzen im Hochbeet sich stark entwickeln können und kräftig genug sind, um während der Blütezeit die Früchte ausbilden und tragen zu können. In die oberste Erdschicht des Hochbeets werden entweder die Pflanzensamen eingepflanzt oder bereits vorgezogene Pflanzen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile:

Vorgezogene Pflanzen im Hochbeet einsetzen:

  • Weniger Auswahl

Bei vorgezogenen Pflanzen werden Hobby-Gärtnerinnen und -Gärtner weniger Auswahl in Sachen Sortenvielfalt vorfinden, als wenn Sie sich dafür entscheiden, aus Samen zu züchten.

  • Keine Bio-Garantie

Zudem fehlt ihnen die Garantie, dass die Pflanzen auch in jungem Alter unbehandelt sind. In großen Kulturen kommen Unternehmen bei der Aufzucht von Pflanzensetzlingen kaum ohne Insektizide aus.

  • Weniger Zeitaufwand

Ein klarer Vorteil bei der Bepflanzung mit vorgezogenen Pflanzen ist, dass diese Methode weniger Aufwand bedeutet und schwache Pflanzen bereits bei der Vorzucht aussortiert werden konnten. Dafür sind vorgezogene Pflanzen teurer in der Anschaffung, als Samenpäckchen.

Gemüse aus Samen züchten:

  • Große Sortenauswahl

Wenn Sie die Samen selber keimen lassen wollen, findet sich eine riesige Auswahl an verschiedenem Saatgut der unterschiedlichsten Gemüsesorten und Kräuter. Sie entscheiden, womit Sie Ihr Hochbeet bepflanzen.

  • Bio-Garantie

Auch wenn diese Methode einen gewissen Mehraufwand bedeutet: Sie können sicher sein, dass Ihre Pflanzen von Beginn an unbehandelt sind.

  • Höherer Aufwand

Aber natürlich ist das Ziehen der eigenen Gemüsepflanzen aus Samen eine Spur mehr Aufwand, da die Keimung beobachtet werden sollte und die optimalen Bedingungen für die Keimung und Anwurzelung der Pflanzen eingehalten werden sollten.

Manche Pflanzen sollten auf jeden Fall vorgezogen werden oder sie werden im Frühbeet ausgesät – im Frühbeet finden die Keimlinge wärmere Bodentemperaturen vor, als in ebenerdigen Beeten. Zu den besonders wärmebedürftigen Pflanzen zählen beispielsweise Gurken und Tomaten.

Gemüse im Hochbeet anpflanzen

Wollen Sie Ihr Hochbeet mit Gemüse bepflanzen, dann sollten Sie unbedingt darauf achten, Jahr für Jahr geeignete Mischkulturen anzulegen. Denn Mischkulturen im Hochbeet sind das Geheimnis für wuchernde Pflanzen und besonders ertragreiche Ernten. Hier finden Sie eine detaillierte Übersicht darüber, welche Pflanzen im Hochbeet zusammenpassen und sogar das gegenseitige Wachstum stärken. Auch verschiedene Kräutersorten beflügeln das Wachstum bestimmter Gemüsesorten. Generell kann man sich beim Bepflanzen des Hochbeets an folgendes Prinzip halten: Je näher die Verwandtschaft der Pflanzen ist, umso weniger sind sie für die Aufzucht in Mischkultur am Hochbeet geeignet.

Kräuter im Hochbeet anpflanzen

In einem Kräuter-Hochbeet kommt es nicht so sehr auf hohe Nährstoffkonzentration an. Manche Kräuter wachsen sogar besonders gut, wenn der Boden eher nährstoffarm ist. Thymian, Rosmarin und Salbei sind Kandidaten für Kräuter, die in nährstoffärmeren Böden gut gedeihen. Für ein reines Kräuterhochbeet ist es daher empfohlen, die oberste Erdschichte im Hochbeet mit einem Drittel Sand zu mischen.

Kräuter lassen sich aber auch gut mit verschiedenem Gemüse kombinieren. Sie dienen nicht nur als “Lückenfüller” am Hochbeet. Darüber hinaus kann die richtige Nachbarschaft im bepflanzten Hochbeet die Erträge deutlich erhöhen und Schädlinge vom Hochbeet fernhalten.

Blumen im Hochbeet anpflanzen

Wollen Sie ein Hochbeet rein als Blumenhochbeet anlegen, dann reicht es grundsätzlich, das Hochbeet mit Blumenerde aufzufüllen. Wie beim Bepflanzen des Hochbeets mit Gemüse gilt es bei den Blumen dennoch auch, die Unterscheidung zwischen Stark-, Mittel- und Schwachzehrern zu treffen. Also im ersten und zweiten Jahr eher solche Pflanzen ins Hochbeet zu setzen, die einen erhöhten Nährstoffbedarf haben. Hier ein kurzer Überblick über die Einteilung nach Zehrung bei beliebten Gartenblumen.

Zu den Starkzehrern zählen:

Chrysanthemen, Sonnenblumen, Geranien

Zu den Mittelzehrern zählen:

Löwenmäulchen, Dahlien

Zu den Schwachzehrern zählen:

Begonien, Stiefmütterchen, Petunien

Die richtige Anordnung beim Bepflanzen

Bei der Anordnung der Pflanzen im Hochbeet können Sie ruhig nach Bauchgefühl vorgehen. Das Wachstum der Pflanzen wird davon kaum beeinflusst. Achten Sie lediglich darauf, dass hochwüchsige Pflanzen entweder in der Mitte (bei frei stehenden Hochbeeten) oder hinten angepflanzt werden. So vermeiden Sie, dass manche Pflanzen nicht mehr leicht zu erreichen sind oder ständig beschattet werden.

Wichtige Fragen rund ums Hochbeet:

Schicht für Schicht

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Erst mit der richtigen Befüllung kann sich das volle Nährstoff-Potenzial Ihres Hochbeets so richtig entfalten, damit Ihre Pflanzen wuchern.

Hochbeet befüllen

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